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DER ULTIMATIVE TEST ZUM ERKENNEN EINES INGENIEURS
(frei nach Scott Adams: Das Dilbert-Prinzip)
Ingenieure liegen zur Zeit dermaßen im Trend, dass jeder einer sein will. Das Wort "Ingenieur" wird weithin missbraucht.
Wenn es in Ihrer Umgebung jemanden gibt, der sich als einer ausgibt: Unterwerfen Sie ihn dem folgenden Test mit 10 Kategorien, um die Wahrheit herauszufinden!
1. Problemlösung
Sie betreten einen Raum und sehen, dass ein Bild schief hängt. Sie
- ...... rücken es gerade.
- ... ignorieren es.
- ... kaufen ein CAD-System an und verwenden die nächsten sechs Monate auf die Entwicklung eines solargetriebenen,
selbstadjustierenden Bilderrahmens. Währenddessen stellen Sie des öfteren laut und hörbar fest, dass der Erfinder des Nagels ein kompletter Idiot gewesen sein muss.
Die korrekte Antwort ist ............. "3."!!! Einzelpunkte kann jedoch auch erringen, wer "das kommt drauf an" auf
den Rand des Tests kritzelt oder die Schuld für den ganzen Blödsinn einfach "Marketing" in die Schuhe schiebt.
2. Soziale Intelligenz
Ingenieure verfolgen mit zwischenmenschlicher Kommunikation unterschiedliche Ziele.
"Normale" Leute erwarten sich davon verschiedene unrealistische Dinge:
- Anregende Konversation und Denkanstöße
- Wichtige gesellschaftliche Kontakte
- Ein Gefühl der Verbundenheit mit anderen Menschen
Im Unterschied zu "normalen" Leuten verfolgen Ingenieure bei zwischenmenschlicher Kommunikation rationale Ziele:
- Es so schnell wie möglich hinter sich zu bringen.
- Einladungen zu etwas Unangenehmem möglichst zu entgehen.
- Geistige Überlegenheit und Beherrschung aller Themen zu demonstrieren.
3. Faszination durch Technik
Für den Ingenieur teilt sich die Welt in zwei Kategorien von Dingen:
- Dinge, die man reparieren muss, und
- Dinge, die einer Reparatur bedürfen werden, sobald sie 2 Minuten damit spielen konnten.
Ingenieure lösen gerne Probleme. Sind keine Probleme zur Hand, so schaffen sie ihre eigenen. Normale Leute begreifen dies nicht; sie
glauben, dass man nichts reparieren sollte, was nicht kaputt ist. Ingenieure glauben: wenn es nicht kaputt ist, dann verfügt es noch nicht über genügend Möglichkeiten.
Jeder Ingenieur überlegt sich beim Anblick einer Fernseher-Fernbedienung, wie man daraus eine Betäubungspistole machen könnte. Der
Ingenieur kann keine Dusche nehmen, ohne sich zu fragen, ob man mit einer Art Teflonbeschichtung die Prozedur nicht einsparen könnte. Für den Ingenieur ist die Welt eine Spielzeugkiste voll
billiger und suboptimaler Spielsachen.
4. Erscheinungsbild
Kleidung hat für den Ingenieur nachrangige Bedeutung. Es ist lediglich erforderlich, dass die Minimalstandards bezüglich Temperatur und
Anstand erfüllt werden. Solange keine Extremitäten abfrieren oder aneinander kleben bleiben und wenn keine Geschlechtorgane oder Milchdrüsen sichtbar herumbaumeln, sind Sinn und Zweck der
Bekleidung erfüllt. Alles darüber hinaus wäre Verschwendung.
In manchen Unternehmen gibt es jedoch seltsame Begebenheiten zu beobachten: Eben noch waren alle Ingenieure in T-Shirt und Schlabberhose
unterwegs. Doch kurz vor Eintreffen des neuen Kunden sind alle verschwunden. Kurze Zeit später sieht man die Ärmsten plötzlich wieder: eingezwängt in schlecht sitzende, nach Mottenpulver
riechende Anzüge hoffen sie, dass der zu hofierende Gast bald wieder verschwindet und sie wieder ihrem Schlabberlook frönen können, bevor sie an Ihren Krawatten erstickt sind.
5. Beziehungen
Verabredungen fallen dem Ingenieur nicht leicht. Eine normale Person wendet allerlei indirekte und zwielichtige Methoden an, um den
Schein von Anziehungskraft zu erreichen. Ingenieure aber sind nicht in der Lage, mehr Schein als Sein an den Tag zu legen.
Zum Glück haben die Ingenieure aber noch ein As im Ärmel. Sie werden weithin als hervorragendes Heiratsmaterial anerkannt: intelligent,
verlässlich, in sicherer Stellung, ehrlich, und geschickt im Haus. Während es stimmt, dass normale Leute sich lieber nicht mit einem Ingenieur verabreden würden, hegen die meisten normalen
Leute doch ein intensives Verlangen, sich mit ihnen zu paaren und so ingenieurähnliche Kinder zu erzeugen, die hochbezahlte Stellen innehaben werden, lange bevor sie ihre Jungfräulichkeit
verlieren.
Männliche Ingenieure erreichen ihre höchste sexuelle Anziehungskraft später als normale Männer, werden jedoch zu unwiderstehlichen
erotischen Magneten in ihren Mittdreißigern bis Endvierzigern. Betrachten Sie nur die folgenden Beispiele sexuell unwiderstehlicher Männer in technischen Berufen:
- Bill Gates.
- Daniel Düsentrieb.
- etc.
Ingenieurinnen werden schon mit dem zustimmungsfähigen Alter unwiderstehlich und bleiben es bis ungefähr dreißig Minuten nach ihrem
klinischen Tod. An warmen Tagen auch etwas länger.
6. Ehrlichkeit
Ingenieure sind immer ehrlich im Bezug auf technische Sachverhalte und zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb tut man gut daran, sie
von Kunden, solchen, die dies noch werden wollen, umworbenen Bekanntschaften und anderen Leuten fernzuhalten, die die Wahrheit nicht vertragen können. Ingenieure verdrehen die Wahrheit
manchmal, um Arbeit zu vermeiden. Sie sagen Dinge, die wie Lügen klingen, es aber technisch nicht sind, weil sie sowieso niemand glauben würde. Die vollständige Aufzählung von Ingenieurslügen
folgt:
- "Ich werde nichts ohne deine Zustimmung verändern."
- "Ich bringe dir dein schwer aufzutreibendes Kabel morgen zurück."
- "Ich brauche neue Ausrüstung, um meine Aufgabe erfüllen zu können."
- "Ich bin nicht neidisch auf deinen neuen Computer."
7. Anspruchslosigkeit
Ingenieure sind bekanntermaßen anspruchslos. Nicht etwa aus Geiz, sondern weil jede Geldausgabesituation für sie ein Optimierungsproblem
darstellt, d.h. "Wie komme ich hier raus und behalte soviel Geld übrig wie möglich?" Dies verdreht sich natürlich vollkommen, wenn es um Ausgaben in technischer Hinsicht geht. Nur
das Gerät, das auf der technologischen Spitze in der jeweiligen Zeit ist, darf angeschafft werden, zum Beispiel:
- 200Hz-Fernseher,
- Autos mit Hybridantrieb über 150PS, die weniger als 3 Liter verbrauchen,
- Küchenmaschinen nur, wenn sie stufenlos regelbar sind, Internetzugang haben und sämtlicher lieferbarer Schnickschnack mit dabei ist,
etc.
8. Konzentrationsfähigkeit
Wenn es einen bezeichnendsten Wesenzug des Ingenieurs gibt, dann seine Fähigkeit, sich vollständig auf ein Thema zu konzentrieren und
alles andere in seiner Umgebung zu vergessen. Dies führt schon mal dazu, dass ein Ingenieur vorzeitig für tot erklärt wird. Manche Bestattungsinstitute in High-Tech-Regionen sind dazu
übergegangen, die Werdegänge ihrer Kundschaft zu überprüfen, bevor sie einen Leichnam behandeln. Jeder, der einen Abschluss in Elektrotechnik, Maschinenbau oder Erfahrung in
Computerprogrammierung aufweist, wird erst für ein paar Tage in der Lobby sitzen gelassen, um zu sehen, ob er eventuell wieder zu sich kommt.
9. Risikobereitschaft
Der Ingenieur hasst das Risiko. Er versucht es auszuschalten, wann immer das geht. Dies ist verständlich, bedenkt man, was die Presse aus
jedem kleinen Fehler eines Ingenieurs macht! Und das bei den heutigen Produkthaftungsgesetzen. Beispiel schlechter Presse über Ingenieure:
- Das Luftschiff Hindenburg,
- Space Shuttle Challenger,
- Das Hubble Weltraum-Teleskop,
- Apollo 13,
- Die Titanic,
- Mercedes A-Klasse, ...
Zur Verdeutlichung: Die Risiko-/ Erfolgsabschätzung sieht für den Ingenieur ungefähr so aus:
- RISIKO: Öffentliche Erniedrigung, der Tod tausender unschuldiger Menschen und die Zahlungsverweigerung der Haftpflichtversicherung
- ERFOLG: Eine Anerkennungsurkunde in einem hübschen Plastikrahmen und die Hoffnung auf eine Gehaltserhöhung innerhalb der nächsten 15
Jahre.
Da sie praktisch veranlagt sind, wägen Ingenieure dieses Gleichgewicht ab und finden, dass das Risiko nichts gutes ist. Der beste Weg,
Risiko zu vermeiden, besteht darin, jede Aktivität für technisch unmöglich zu erklären, aus Gründen, die bei weitem zu kompliziert zu erklären sind. Genügt dies nicht, um das Projekt
aufzuhalten, so stützt sich der Ingenieur auf seine zweite Verteidigungslinie: " Es wäre technisch möglich, ist aber viel zu kostspielig."
10. Selbstwertgefühl
Zwei Dinge sind für das Selbstwertgefühl des Ingenieurs von Bedeutung:
- Wie schlau er ist.
- Wie viele tolle Geräte er besitzt.
Der schnellste Weg, einen Ingenieur zur Lösung eines Problems zu bewegen, besteht darin, das Problem für unlösbar zu erklären. Kein
Ingenieur kann von einem unlösbaren Problem lassen, bevor er es nicht gelöst hat. Keine Krankheit oder Ablenkung wird den Ingenieur davon abbringen können. Diese Art von Herausforderung wird
sehr schnell persönlich - zu einem Kampf zwischen dem Ingenieur und den Naturgesetzen. Der Ingenieur kann tagelang ohne Essen und Hygiene auskommen, wenn er sich in ein Problem verkrallt hat.
(Manchmal vergisst er das auch einfach.) Und wenn er dann Erfolg hat, so erlebt er eine Steigerung seines Selbstwertgefühls, die sogar Sex übertrifft - und zwar einschließlich der Art von
Sex, bei der andere Leute beteiligt sind. Nichts bedroht den Ingenieur mehr als die Unterstellung, jemand anderer habe mehr technische Fähigkeiten als er. Normale Leute nutzen dieses Wissen
manchmal als den Hebel, mit dem sie mehr Arbeit aus dem Ingenieur herauspressen können. Wenn ein Ingenieur sagt, etwas sei unmöglich (damit meint er eigentlich, es mache keinen Spaß, es zu
tun), so schauen clevere normale Leute ihn mitleidig an und sagen etwas wie: "Ich werde Willi bitten, es zu untersuchen. Er weiß, wie man schwierige technische Probleme löst." In
diesem Moment ist es geboten, nicht zwischen dem Ingenieur und dem Problem im Weg zu stehen. Denn der Ingenieur wird sich auf das Problem stürzen wie ein hungriger Dackel auf eine Schweinshaxe
Ergebnis:
Stimmen mehr als 6 Punkte mit der Lebensart des vermeintlichen Ingenieurs überein? Ja? Gratulation! Sie haben einen waschechten Ingenieur
vor sich! Am besten stellen Sie ihn sofort ein, denn so eine Ausbund an Motivation und Wissensdurst darf man sich auf keinen Fall entgehen lassen! Wenn Sie noch ein paar Kritikpunkte an ihm
haben, dann schicken Sie ihn am besten zu einem Psychiater oder nehmen Sie es einfach nicht so schwer!
Bei 2 bis 6 Übereinstimmungen würde ich erst einmal sie seelische Verfassung des Menschen überprüfen. Möglicherweise habe Sie einen
Ingenieur vor sich, dem durch einen schweren Schicksalsschlag die Lust am Ingenieursdasein vergangen ist. Vielleicht sind bei seinem früheren Chef seine sämtlichen Vorschläge auf taube Ohren
gestoßen wegen angeblicher Nichtdurchführbarkeit, wegen zu hohen Kosten oder wegen “Wir wollen nicht die ganze Welt auf einmal verbessern!”. Kopf hoch! Wenn Sie ihm ein bisschen Mut machen
und ihn langsam wieder hochpäppeln, kann wieder ein ganz brauchbarer Ingenieur aus ihm werden.
Bei einer oder gar keiner Übereinstimmung: Vergessen Sie es! Dieser Mensch hat kein Interesse an Technik. Er hat noch nie die
Leidenschaft gespürt, die den Ingenieur befällt, wenn er sich in ein Problem verbissen hat, noch nie die Befriedigung erlebt, ein Projekt erfolgreich vollendet zu haben, niemals stundenlang
über einer Konstruktion gebrütet, um sie zeichnungs- und fertigungsgerecht zu vollenden. Aus dem/ der wird nie ein richtiger Ingenieur. Am besten in die Marketingabteilung stecken ;-) oder in
die Politik schicken!
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